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Challenges? Höh? Was'n das?

„Jede Fabel und Geschichte,
jedes Drama, jedes Stück
handelt von demselben Thema:
Was ist Liebe? Was ist Glück?

Alles, was wir uns erzählen,
ob erfunden oder wahr,
ob historisch oder heutig,
schillernd oder unscheinbar,

melancholisch oder fröhlich,
Epos oder Kurzbericht,
laut und grell wie ein Spektakel
oder still wie ein Gedicht,

jedes Märchen, jede Sage,
Schauspiel, Oper und Roman
drehn sich um dieselbe Frage:
Was die Liebe will und kann.“

aus AIDA, das Musical

 

Soo, erläutern wir mal kurz, was das hier darstellt:

Challenges!!! ist eine Art Schreibforum. Die Idee stammt nicht von mir, ist schon alt, aber einfach seeehr gut. Ich liebe diese Art von Forum, weil es für mich nichts Schöneres gibt, als aus der Uni zu kommen und mich einfach erstmal mit was Leckerem zu Essen vor den Rechner zu setzen und solche Kurzwerke zu lesen. Das ist soooo entspannend...

 

Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Ich stelle hier 3 Challenges auf, Schlagworte, Lieder, Bilder, Zitate, was mir so einfällt. Und dann sucht ihr euch eine Challenge aus, die euch grade inspiriert und schreibt was dazu, einfach das, was euch so einfällt. Das kann eine Kurzgeschichte sein oder auch nur ein Zweizeiler sein, es gibt die Form des "genau 100 Worte schreiben", oder nur Dialoge, Monologe, Filmdrehbücher sind auch gern gesehen ^^ .... lasst eurer Fantasie freien Lauf. Gebt mir alles!

Was ihr schreiben wollt, ist genauso komplett euch überlassen. Die Challenges sollen mehr einen Anstoss geben, als euch dazu zwingen, genau was dazu Passendes zu schreiben. Ich kenne diese Art von Foren aus der Animeszene ^^, deswegen ist es dort üblich, sich Figuren und Welten und Orte und Handlungen einfach "auszuleihen", sie umzumodellieren und mehr oder weniger beschädigt wieder zurückzugeben. Dasselbe kann man auch mit Büchern machen oder Fernsehshows oder auch eigenen Stories, die man so im Kopf schwirren hat.

Momentan habe ich vor, alle zwei Wochen neue Challenges zu posten und die erstandenen Kunstwerke am Sonntag hier der verehrten Leserschaft zugänglich zu machen. (Und ich verspreche: nicht erst Sonntag um 23.54.) Dann wird gelesen, gefreut und fleißigst kommentiert. Jeder Autor freut sich tierisch über Kommentare, da kriegt man so ein warmes, flauschiges Gefühl im Bauch. Und darum geht es hier ja.

Und als Letztes: Es darf absolut jeder mitmachen und seinen kreativen Beitrag leisten. Das ist sogar sehr erwünscht. Ihr dürft natürlich auch gerne nur lesen und kommentieren, aber je mehr mitmachen, desto schöner wird das Ganze. Falls ihr also die Welt mit euren Kreationen beglücken wollt, schickt sie mir (Email per Kommentar oder bei Schatzi erfragen), damit ich sie hier posten kann. Pseudonyme dürft ihr euch auch ausdenken, wenn ihr wollt.

 

Das Alles klingt jetzt vermutlich furchtbar kompliziert, aber seht euch die ersten Sachen einfach mal an, und ihr werdet sehen, wie's läuft. Generell: Schreibt was und schickt es mir! Yeah!

 

Also: Schärft eure Schreibfedern, stellt die Tinte bereit, es wird kreativt, inspiriert und geschriebt, bis das Pergament ausgeht!

2.11.07 16:48


Die große Eröffnung

So, es ist Sonntag. Und damit Challenge-Tag!

Die Challenges für diese Woche wurden bisher nur im letzten Flauschmail-Newsletter veröffentlich, deswegen gibt es sie hier nochmal:

Challenges!!! Nr.1:
    1. Mondlicht
    2. "Bitte sag mir, dass das nicht wahr ist..."
    3. Coffeeshock

Und wir haben auch bereits ein erstes Werk von unserer Meisterautorin Nami v. Swan! Damit sei dieses flauschige Schreibforum eröffnet! Tadaaa!

 

Autor: Nami v. Swan
Challenge: #1 Mondlicht
Fandom: Original

Mondlicht

Yuki setzte sich seufzend auf den Rand des Springbrunnens und blickte aufgeregt in den Wald. Es war mal wieder typisch für sie, eine volle Stunde früher da zu sein. Aber sie war sich auch nicht ganz sicher gewesen, dass sie es schaffte, aus dem Haus zu kommen. Yuki hielt ihre Hand in das angenehm abkühlende Wasser hinter ihr. Die Nacht war schwül und erst als eine seichte Briese durch ihre Haare wehte und mit den Bändern ihres Kleides spielte, bemerkte sie, dass sie ja noch in ihrem Nachthemd war! Erschrocken stieß Yuki einen Schrei aus und sprang auf. So konnte sie sich unmöglich vor ihm blicken lassen! Yuki verdeckte mit den Händen ihr Gesicht, obwohl gar niemand da war, um zu sehen wie sie scharlachrot anlief. Sie hatte noch eine Stunde. Eigentlich ja genug Zeit, aber würde sie reichen, um wieder zurück zu laufen, sich umzuziehen und wieder hierher zu kommen, ohne dass ihre Mutter etwas bemerkte? Und was, wenn sie ihn dadurch verpasste? Wieder seufzte Yuki. Manchmal hatte es eben auch seine Nachteile, wenn die Mutter noch bei einem wohnte. Sie blickte an sich hinunter. Immerhin hatte sie nicht nur ihr Schlafshirt, dass sie gestern erst in die Wäsche gelegt hatte, an, sondern ihr hübschestes Nachthemd. So übel war es gar nicht. Aber vor ihm? Yuki atmete tief die warme Nachtluft ein und setzte sich wieder auf die Kante des Brunnens. Wenigstens hatte sie daran gedacht sich ihre Schuhe anzuziehen, denn ihre Puschen wären nun wirklich unangenehm gewesen. Sie hatte ihre beiden Löwenhausschuhe zwar wirklich lieb, aber, nein, das wäre wirklich zu peinlich gewesen. Das in der stillen Nacht so laute Plätschern des Wassers klang beruhigend auf Yuki ein. Von wo aus er dieses Mal wohl kommen würde? Ob er sich wohl freuen würde, sie zu sehen? An dem Abend vor einer Woche schien er ja nicht sonderlich begeistert gewesen zu sein, sie zu sehen, und dabei hatte sie sich so hübsch für ihn gemacht. Yuki blickte in den klaren Nachthimmel und blickte auf den so schönen weiß leuchtenden Vollmond. Manchmal wusste sie wirklich nicht, woran sie bei ihm war. In der Schule und am Nachmittag war er immer so süß zu ihr, aber manchmal fühlte sie sich von ihm gehasst. Und das obwohl er ihr fast täglich sagte, wie sehr er sie doch liebe. Langsam hatte sie sich auch an seine Phasen gewöhnt und beschlossen, ihm einfach für kurze Zeit aus dem Weg gehen, wenn er schlecht drauf war und doch... gerade diese Phase hatte etwas so Anziehendes. Yuki lächelte. Sie hatte schon immer gerne Detektiv gespielt und dieses Geheimnis, das er mit sich trug, roch einfach zu verlockend. Sie musste einfach alles über ihn erfahren, sonst könnte sie nicht ruhig schlafen. Sie wurde so und so schon immer wieder von diesem einen Albtraum heimgesucht. Hinter Yuki ertönten schnelle Schritte von Schuhen auf dem Steinpflaster. Yuki drehte sich um und blickte in sein erschrockenes Gesicht. Sie stand auf und lächelte ihn an, bereit auf die freudige Überraschung, die sie erwartete.

„Was machst du hier Yuki?“, knurrte er und sein Gesicht verzog sich in eine wütende Grimasse. Das war nicht die Reaktion, die sie erwartet hatte. Nein, das war sie ganz und gar nicht! Yuki schluckte.

„Ich dachte, du freust dich...“, flüsterte sie eingeschüchtert von seinem abgeneigten Gesichtsausdruck.

„Sag mal spinnst du?“, schrie er sie an. „Habe ich dir nicht gesagt, du sollst mich nach sechs Uhr nicht mehr besuchen?!“ Yukis Augen füllten sich mit verräterischen Tränen.

„Warum schreist du mich so an?“, flüsterte sie und schluckte die Tränen wieder hinunter. Er biss sich auf die Unterlippe und seine Miene wandelte sich in eine Mischung aus Angst und Begehren.

„Deine Haut ist so weiß...“, sagte er, jetzt deutlich ruhiger. Yuki brachte jetzt wieder ein kleines Lächeln zustande.

„Das liegt wahrscheinlich nur am Mond.“ Er blickte auf und sah traurig zum Himmel.

„Ja, der Mond...“, flüsterte er.

„Wo wolltest du eigentlich hin?“, fragte Yuki wieder entschlossen sein Geheimnis aufzudecken. Er lächelte und blickte sie mit seinen honiggoldenen Augen an.

„In den Wald“, antwortete er nur. „Du willst es immer noch wissen, oder?“ Yuki nickte.

„Und ich hab dir auch gesagt, wie gefährlich es ist, das herauszufinden, ja überhaupt Zeit mit mir zu verbringen?“ Wieder nickte Yuki. Oh, wie oft hatte er ihr doch erzählt, wie gefährlich er sei... ja ihr gefährlicher Macho. Er zuckte jetzt mit den Schultern und seufzte.

„Das heißt, wenn dir etwas passiert, kannst du mich nicht dafür verantwortlich machen...“ Yuki lachte.

„Was soll mir schon passieren?“, fragte sie. Er ging einen Schritt auf sie zu und fuhr mit seiner Hand über ihre Schulter.

„Ich habe die Medizin genommen....“, sagte er mehr zu sich als zu ihr. Yuki war jetzt sprachlos.

„Was?“ Er blickte sie traurig an und küsste sie auf die Stirn.

„Du bist einfach zu hübsch....ich hätte dich einfach nicht treffen dürfen“ Das Letzte hatte er wieder geknurrt und Yuki trat vor Schreck ein paar Schritte zurück, als sie gegen die Stufe des Springbrunnens stieß und in dem Wasser landete. Von oben lief ihr der Wasserstrahl über die Haare und am Hals und Rücken hinunter ins Becken. Er riss erschrocken die Augen auf und dann geschah etwas Unwirkliches. Yuki lief der Schauer kalt den Rücken herunter, als er den Kopf hob und zum Himmel heulte. Langsam krümmte er sich und im nächsten Moment stand ein großer Wolf mit fletschenden Zähnen vor ihr und blickte ihr begierig mit den honiggoldenen Augen an den Hals. Dann setzte er zum Sprung an.

4.11.07 13:25


Beitrag Nr. 2

*hust hust*

Hier kommt mein Werk *drop*. Völlig daneben gehauen. Siehe Kommentar.

Aber es ist immerhin die allerallererste Fanfic zu Gegen die Zeit! Ich eröffne ein komplett neues Fandom! Zu einem noch nicht veröffentlichten Werk ^^. Ich wollte, dass das ganz toll wird.... nun ja.

 

Autor: Psoimel
Challenge: #1 Mondlicht (-> völlig daneben)
Fandom: Gegen die Zeit
Kommentar: Es sollte eigentlich ganz anders werden. Es sollte VelvetxMeister werden und nicht - das hier. Aber auf einmal fing Velvet an rumzuangsten und es sollte gar nicht so düster werden und irgendwie... ursprünglich wollte ich die erste nächtliche Nachhilfestunde zeigen und das Mondlicht sollte... naja. Challenge also meilenweit verfehlt. Immerhin ist es immer noch ein bisschen VelvetxMeister (wenn man ganz genau hinsieht) und die Nachilfe - nächstesmal. Und der letzte Satz - ohgott.

 

What you don't see

Endlich schloss Velvet hinter sich die Tür und lehnte sich dann von Innen seufzend dagegen. Es war ein langer Tag gewesen, ein sehr langer Tag. Sie war in Meditation wieder vor dem Feuer eingeschlafen, hatte daraufhin als Strafe im Hof Schnee schippen müssen und war deswegen erst so spät zum Abendessen gekommen, dass sie nur noch eine kleine Schüssel Vanillepudding abbekam. Und von Vanille bekam sie Ausschlag. Später war auf mysteriöse Weise ihr Mantel verschwunden – nein, Silvia hatte damit bestimmt nichts zu tun – und sie musste den Weg vom Park zurück ins Hauptgebäude frierend durch den Schnee laufen. Die paar Schneebälle, die sie aus Versehen getroffen hatten, zählte sie erst gar nicht.

Aber am Allerschlimmsten war eigentlich gewesen, dass sie es schon wieder nicht geschafft hatte. Schon wieder hatte sie vergeblich minutenlang auf den Holzblock gestarrt und es nicht geschafft, ihn über die Kante hinterfallen zu lassen. Alle anderen waren inzwischen schon dabei, Sachen über den ganzen Tisch zu bewegen und die ach-so-tolle Silvia ließ zur Begeisterung des Lehrers und Erheiterung der Klasse alle von Velvets Stiften auf den Boden rollen. Doch ausnahmsweise störte sie das gar nicht so sehr.

Wieso, wieso war sie die Einzige, die es nicht schaffte? Sie musste den Block nur leicht kippen, nur ein winziges Stück mehr zur Seite lehnen, aber sie erreichte rein gar nichts. Wie in allem Magischen, das sie versuchte. Und sie wusste nicht, wieso. Sie strengte sich an, sie bemühte sich, sie las die Bücher, um wenigstens zu wissen, wie es gehen sollte, sie hatte sich das Ganze schon dreimal vom Lehrer erklären lassen, aber es funktionierte einfach nicht. Sie konnte die Magie nicht kanalisieren, sie konnte sie nicht mal spüren. Und zum hundertsten Male fragte sie sich, was sie eigentlich hier machte.

Wie hatte sie sich gefreut, als sie erfuhr, dass sie auf die Akademie durfte. Was hatte sie sich alles erhofft: Freunde, Ausbildung, eine Zukunft, eine Heimat.... Nichts davon hatte sie gefunden. Nichts hatte sich geändert. Und jeder Tag erinnerte sie aufs Neue daran, dass sich auch so bald nichts daran ändern würde.

Müde fuhr sich Velvet mit der Hand übers Gesicht. Es brachte ihr überhaupt nichts, in Selbstmitleid zu zerfließen. Das brachte nur die Kopfschmerzen wieder zurück.

Velvet ging zu ihrem Bett hinüber und zog sich ihr Nachthemd an. Die Schulklamotten wurden achtlos auf den Stuhl in der Ecke geworfen, doch eigentlich wollte sie noch nicht schlafen gehen. Dies war die einzige Zeit, in der sie nicht gestört wurde und sich entspannen konnte. Sie öffnete das Fenster und lehnte sich hinaus in die kalte Nachtluft. Der Mond war fast voll und in klaren Nächten wie heute wurde sein Licht vom Schnee reflektiert und tauchte damit das Akademiegelände in helles, fahles Licht. Velvet atmete tief ein und schloss die Augen. Ruhe.

„Ich kann ja verstehen, dass Mondnächte eine besondere Anziehungskraft haben, aber ich muss doch große Bedenken äußern, dass du für solche Temperaturen momentan nicht wirklich passend gekleidet bist. Und es wäre doch äußerst schade, wenn du die nächsten Tage wegen einer Unterkühlung im Bett bleiben müsstest.“

Velvet wirbelte herum. Der Meister lehnte im Türrahmen und lächelte sein kleines amüsiertes Lächeln. „Nicht, dass ich generell etwas gegen deine Nachtgarderobe einzuwenden hätte...“

Sie starrte ihn noch drei weitere Sekunden sprachlos an und lief dann scharlachrot an. „Meister! Wa-... wa-... was zum Te-... Was machen Sie hier?“

Der Meister lächelte weiter. „Nun, ich habe dich heute während der Essenszeit beim Schneeschippen beobachtet. Und dachte mir, dass du aufgrund dieser Umstände vielleicht noch Hunger haben könntest. Die Rouladen waren zwar schon kalt, aber unsere wunderbare Küchenmatronin hat noch eben ein paar Bratkartoffeln mit Spiegelei für dich zusammengezaubert. Obwohl ich hätte schwören können, dass sie eigentlich keine magischen Fähigkeiten besitzt...“

Er wies mit seiner Rechten auf einen Teller, der neben der Tür auf dem Tisch stand.

Velvet Blick wanderte vom Meister zum Essen und obwohl sie immer noch nicht wirklich wusste, warum der Meister wirklich hier war – Essensservice? Wer’s glaubt... – also, das Essen dampfte noch so schön und bevor es kalt wurde...

Während sie sich die – übrigens einmalig leckeren – Bratkartoffeln schmecken ließ, überlegte sich Velvet, dass sie vielleicht noch keine Heimat, aber doch zumindest ein Stück Geborgenheit gefunden hatte.

4.11.07 16:10


Die Erfolgsstory geht weiter...

Nach unserer gelungenen Eröffnungszeremonie (bestehend aus unruhigem Hin- und Hergehibbel und Dauertelefonaten) geht es auch sofort weiter mit dem zweiten Set Challenges:

 

Challenges Nr. 2:

1. 10 Gründe, warum ich ohne ... nicht leben kann

2. Wink des Schicksals

3. Märchen (schreibt ein Märchen, über Märchen, eine Märchenparodie, steckt eure Lieblingschars in ein Märchen...)

 

Ihr habt zwei Wochen, bis Sonntag, den 18. November. Alles immer her zu mir! Have fun!

4.11.07 18:01


Ein weiteres Fandom wird geboren

Ich heiße sie alle herzlich willkommen zurück bei Challenges!!!

 

Wir alle haben nun zwei Wochen mit größter Spannung diesen Tag herbeigefiebert, um uns heute mit neuen Spezialitäten aus dem Hause Flausch beglücken zu lassen.

Leider, leider mus ich Ihnen mitteilen, dass unsere hochverehrte Nami v. Swan momentan auf einer großen Deutschlandtour ihr neuestes Meisterwerk präsentiert und somit nicht teilnehmen kann. Ich hoffe sehr, dass eventuell ein Beutrag noch nachgereicht wird. (Wo ich mich doch soooo auf ein Märchen mit der OP-Crew gefreut hab -.-...)

Bis dahin müsen Sie sich nun leider mit der bislang einzigen Einsendung begnügen.

Tadaa! Ich präsentiere:

 

Autor: Psoimel
Challenge: #3 Märchen
Fandom: Musik is the key (also Fandom Nr.2 zu einem noch nicht veröffentlichten Werk -> niemand weiß, worum's geht...)
Kommentar: Es ist schon wieder angstig. Aber diesmal hatte ich es wenigstens schon so geplant. Ich werde von der Angst immer so magnetisch angezogen... ich werde niemals Humor schreiben können... -.-°
Das Pairing ist diesmal nicht explizit genannt, weil ich aus Zeitgründen nicht mehr den bisher vorliegenden Teil des Werkes nochmal durchlesen konnte und jetzt große Befürchtungen hege, dass die Charakter zu OOC sind (und die Story vermutlich dann genauso weit weg vom Plot ist). Deswegen nenne ich sie erst gar nicht. Wer gemeint ist: MaixMike. Die beiden M&Ms. Schatzi, vergib mir...

 

"Happy Ever After"

 

„Es war einmal in einem weit entfernten Land eine wunderschöne Prinzessin....“

 

Sie hatte Märchen immer geliebt. Sie konnte sich noch daran erinnern, dass ihre Mutter ihr früher, als sie noch sehr klein gewesen war, zum Einschlafen immer welche vorgelesen hatte. Das war Dornröschen gewesen. Und im Waisenhaus hatte Enda, eines der größeren Mädchen dort, das auch gemacht. Sie hatte auf ihrem Schoß gesessen und darauf bestanden, immer selber die Seiten umzublättern. Das Buch hatte viele große Bilder, nicht diese fürchterlich kitschigen knallbunten Disneybilder, sondern schöne handgezeichnete Skizzen, nur leicht in gedeckten Farben koloriert. Als Enda dann ging, hatte sei ihr zum Abschied das Buch geschenkt. Und sie hatte es immer noch.

Natürlich war sie inzwischen aus dem Alter für Märchen raus. Sie wusste, dass Märchen realitätsfremd, hochstilisiert, symbolüberfrachtet, kitschig und einfach unwirklich waren. Es gab kein „Happy Ever After“, es gab keine wunderschönen liebreizenden Prinzessinnen und den perfekten Märchenprinzen erst recht nicht. Aber sie hatte schon immer gerne geträumt.

Und dann kam der Moment, in dem er die Tür öffnete, der Moment, in dem sie zum ersten Mal seine Augen sah, der Moment, in dem er sie so schief von unten angrinste, und der Moment, in dem alle ihre Gedanken vaporisiert wurden und nur noch ein Dauer-„Wooooooooooooooow.....“ in ihrem Kopf war.

Warum genau sollten Märchen noch mal nicht wahr werden? Sie konnte sich nicht mehr ganz an den Grund erinnern.....

Die Prinzessin, die aus den Klauen des Drachen gerettet werden musste: sie. Der heldenhafte Prinz, der zwar erst auf der Seite der Bösen steht, aber sich dann doch besinnt und sie rettet: er. Der Drache, der die Prinzessin und ihre Freunde bedroht: Überwältigt und in seiner Höhle gefesselt.

Alles lief, wie im Märchendrehbuch vorgesehen.

Und es ging noch genauso märchenhaft weiter. Er kam immer öfter vorbei, er grinste sie immer öfter an, sie zogen an ihrem Geburtstagswochenende einmal radikal alle Klischees durch: händchenhaltend Spaziergang am Meer mit romantischem Sonnenuntergang über dem Wasser und ein langer Ausritt mit ihr hinter ihm auf dem Pferd (er konnte reiten, das war sooo cool, und sie waren dafür extra ans Festland übergesetzt). Er war da, wenn sie morgens aufwachte, und wenn sie so beim Frühstück saßen und er in aller Seelenruhe seinen dritten Kaffee trank und sich durch eine der Vortageszeitungen las, war sie sich sicher, dass sich genauso ein „Happy Ever After“-End anfühlen muss.

 

„....und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende....“

 

Und dann kam der Tag, an dem sie schmerzvoll daran erinnert wurde, dass es nicht nur Disney-Märchen gab. Dass die richtigen alten ursprünglichen Märchen ganz schön grausam waren. Dass Menschen umgebracht wurden, dass Kriege geführt wurden und dass die Helden auch versagen konnten. Die kleine Meerjungfrau hat ihren Prinzen nicht bekommen. Er heiratete die böse Meerhexe und sie selbst wurde in eine Schaumkrone auf dem Wasser verwandelt.

Sie wünschte sich fast, sie würde auch zu Schaum auf dem Wasser werden. Sie wünschte sich fast, sie würde auch einfach aufhören zu existieren, damit der Schmerz aufhört, damit sie nicht mehr fühlen muss, damit sie nicht mehr hier sitzen und seine kalte Hand halten und in seine leblosen Augen sehen muss.

Sie hatten den Drachen eben nur eingesperrt, nicht umgebracht. Und der Drache hatte sich befreit und gerächt. Der Prinz war tot. Und ihr Märchen war kein Märchen, sondern nur eine reine Illusion gewesen.


„....und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. Doch dass das schon morgen sein würde, hatte ihnen keiner gesagt....“

 

Edit: *hust* Es war weise von mir, die Charaktere nicht zu benennen. Es war nicht so weise, ein  Fandom anzugeben... Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass mein Plot - öhm - an eine ältere Storyline angelehnt ist. Inzwischen - stirbt Mike nicht mehr. Überhaupt nicht mehr. Nun ja. *nichts mehr zu sagen hat*

18.11.07 14:30





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