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Die große Eröffnung

So, es ist Sonntag. Und damit Challenge-Tag!

Die Challenges für diese Woche wurden bisher nur im letzten Flauschmail-Newsletter veröffentlich, deswegen gibt es sie hier nochmal:

Challenges!!! Nr.1:
    1. Mondlicht
    2. "Bitte sag mir, dass das nicht wahr ist..."
    3. Coffeeshock

Und wir haben auch bereits ein erstes Werk von unserer Meisterautorin Nami v. Swan! Damit sei dieses flauschige Schreibforum eröffnet! Tadaaa!

 

Autor: Nami v. Swan
Challenge: #1 Mondlicht
Fandom: Original

Mondlicht

Yuki setzte sich seufzend auf den Rand des Springbrunnens und blickte aufgeregt in den Wald. Es war mal wieder typisch für sie, eine volle Stunde früher da zu sein. Aber sie war sich auch nicht ganz sicher gewesen, dass sie es schaffte, aus dem Haus zu kommen. Yuki hielt ihre Hand in das angenehm abkühlende Wasser hinter ihr. Die Nacht war schwül und erst als eine seichte Briese durch ihre Haare wehte und mit den Bändern ihres Kleides spielte, bemerkte sie, dass sie ja noch in ihrem Nachthemd war! Erschrocken stieß Yuki einen Schrei aus und sprang auf. So konnte sie sich unmöglich vor ihm blicken lassen! Yuki verdeckte mit den Händen ihr Gesicht, obwohl gar niemand da war, um zu sehen wie sie scharlachrot anlief. Sie hatte noch eine Stunde. Eigentlich ja genug Zeit, aber würde sie reichen, um wieder zurück zu laufen, sich umzuziehen und wieder hierher zu kommen, ohne dass ihre Mutter etwas bemerkte? Und was, wenn sie ihn dadurch verpasste? Wieder seufzte Yuki. Manchmal hatte es eben auch seine Nachteile, wenn die Mutter noch bei einem wohnte. Sie blickte an sich hinunter. Immerhin hatte sie nicht nur ihr Schlafshirt, dass sie gestern erst in die Wäsche gelegt hatte, an, sondern ihr hübschestes Nachthemd. So übel war es gar nicht. Aber vor ihm? Yuki atmete tief die warme Nachtluft ein und setzte sich wieder auf die Kante des Brunnens. Wenigstens hatte sie daran gedacht sich ihre Schuhe anzuziehen, denn ihre Puschen wären nun wirklich unangenehm gewesen. Sie hatte ihre beiden Löwenhausschuhe zwar wirklich lieb, aber, nein, das wäre wirklich zu peinlich gewesen. Das in der stillen Nacht so laute Plätschern des Wassers klang beruhigend auf Yuki ein. Von wo aus er dieses Mal wohl kommen würde? Ob er sich wohl freuen würde, sie zu sehen? An dem Abend vor einer Woche schien er ja nicht sonderlich begeistert gewesen zu sein, sie zu sehen, und dabei hatte sie sich so hübsch für ihn gemacht. Yuki blickte in den klaren Nachthimmel und blickte auf den so schönen weiß leuchtenden Vollmond. Manchmal wusste sie wirklich nicht, woran sie bei ihm war. In der Schule und am Nachmittag war er immer so süß zu ihr, aber manchmal fühlte sie sich von ihm gehasst. Und das obwohl er ihr fast täglich sagte, wie sehr er sie doch liebe. Langsam hatte sie sich auch an seine Phasen gewöhnt und beschlossen, ihm einfach für kurze Zeit aus dem Weg gehen, wenn er schlecht drauf war und doch... gerade diese Phase hatte etwas so Anziehendes. Yuki lächelte. Sie hatte schon immer gerne Detektiv gespielt und dieses Geheimnis, das er mit sich trug, roch einfach zu verlockend. Sie musste einfach alles über ihn erfahren, sonst könnte sie nicht ruhig schlafen. Sie wurde so und so schon immer wieder von diesem einen Albtraum heimgesucht. Hinter Yuki ertönten schnelle Schritte von Schuhen auf dem Steinpflaster. Yuki drehte sich um und blickte in sein erschrockenes Gesicht. Sie stand auf und lächelte ihn an, bereit auf die freudige Überraschung, die sie erwartete.

„Was machst du hier Yuki?“, knurrte er und sein Gesicht verzog sich in eine wütende Grimasse. Das war nicht die Reaktion, die sie erwartet hatte. Nein, das war sie ganz und gar nicht! Yuki schluckte.

„Ich dachte, du freust dich...“, flüsterte sie eingeschüchtert von seinem abgeneigten Gesichtsausdruck.

„Sag mal spinnst du?“, schrie er sie an. „Habe ich dir nicht gesagt, du sollst mich nach sechs Uhr nicht mehr besuchen?!“ Yukis Augen füllten sich mit verräterischen Tränen.

„Warum schreist du mich so an?“, flüsterte sie und schluckte die Tränen wieder hinunter. Er biss sich auf die Unterlippe und seine Miene wandelte sich in eine Mischung aus Angst und Begehren.

„Deine Haut ist so weiß...“, sagte er, jetzt deutlich ruhiger. Yuki brachte jetzt wieder ein kleines Lächeln zustande.

„Das liegt wahrscheinlich nur am Mond.“ Er blickte auf und sah traurig zum Himmel.

„Ja, der Mond...“, flüsterte er.

„Wo wolltest du eigentlich hin?“, fragte Yuki wieder entschlossen sein Geheimnis aufzudecken. Er lächelte und blickte sie mit seinen honiggoldenen Augen an.

„In den Wald“, antwortete er nur. „Du willst es immer noch wissen, oder?“ Yuki nickte.

„Und ich hab dir auch gesagt, wie gefährlich es ist, das herauszufinden, ja überhaupt Zeit mit mir zu verbringen?“ Wieder nickte Yuki. Oh, wie oft hatte er ihr doch erzählt, wie gefährlich er sei... ja ihr gefährlicher Macho. Er zuckte jetzt mit den Schultern und seufzte.

„Das heißt, wenn dir etwas passiert, kannst du mich nicht dafür verantwortlich machen...“ Yuki lachte.

„Was soll mir schon passieren?“, fragte sie. Er ging einen Schritt auf sie zu und fuhr mit seiner Hand über ihre Schulter.

„Ich habe die Medizin genommen....“, sagte er mehr zu sich als zu ihr. Yuki war jetzt sprachlos.

„Was?“ Er blickte sie traurig an und küsste sie auf die Stirn.

„Du bist einfach zu hübsch....ich hätte dich einfach nicht treffen dürfen“ Das Letzte hatte er wieder geknurrt und Yuki trat vor Schreck ein paar Schritte zurück, als sie gegen die Stufe des Springbrunnens stieß und in dem Wasser landete. Von oben lief ihr der Wasserstrahl über die Haare und am Hals und Rücken hinunter ins Becken. Er riss erschrocken die Augen auf und dann geschah etwas Unwirkliches. Yuki lief der Schauer kalt den Rücken herunter, als er den Kopf hob und zum Himmel heulte. Langsam krümmte er sich und im nächsten Moment stand ein großer Wolf mit fletschenden Zähnen vor ihr und blickte ihr begierig mit den honiggoldenen Augen an den Hals. Dann setzte er zum Sprung an.

4.11.07 13:25
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Psoimel (4.11.07 16:16)
Hach ja! *____*
Sie hätte die Löwenpuschen doch anziehen sollen, denn das Brunnenwasser ist bestimmt verzaubert und dann wären sie zum Leben erwacht und hätten sie verteidigen können... Puschenpower! ^^°
Ich liebe den letzten Satz. Dieses plötzliche in der Luft hängenbleiben und - Cut. In Filmen kommt dann immer dieser 2-Sekunden-schwarzer-Bildschirm...
"...Nachteile, wenn die Mutter noch bei einem wohnte..." *lach*
Und, ganz toll, Menschen ohne Namen. Einfach nur Er. Finde ich faszinierend.
Eine wahrhaft würdige Eröffnung, Schatzi!

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