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Nacheinreichung zu den letzten Challenges

Unser aller Lieblingsautorin Nami hat uns nachträglich noch ein schockiges, flashiges Kurzwerk zu den letzten Challenges vermacht!!

Yeah!! Lest und seid begeistert!!

 

Autor: Nami v. Swan
Challenge: #2 Masken
Fandom: Original


Spinnennetz

„Och Mensch, dass ist doch bescheuert!“, sagte sie genervt zu ihrer Freundin. „Muss ich diese blöde Maske denn wirklich tragen? Muss ich denn wirklich hier sein?!“ Ihre Freundin warf ihr nur einen natürlich-musst-du-hier-sein-es-ist-nur-gut-für-dich-vertrau-mir-doch- ich-bin-deine-beste-Freundin-Blick zu und schleppte sie weiter durch die Massen von Menschen bis an die Bar. Dort bestellte sie erst zwei Wasser und redete dann endlich wieder mit ihr.

„Das gute an den Masken ist doch, dass du Bekanntschaften schließen kannst, bei denen es nicht um das Äußerliche geht!“ Sie seufzte. Na ihre Freundin hatte gut reden!

„Und warum bin ich noch einmal hier?“, fragte sie. Diesmal benutzte ihre Freundin den stell-dich-nicht-dümmer-an-als-du-bist-Blick. „Na um einen besseren Freund zu finden als deinen drogensüchtigen, bescheuerten, aggressiven Exfreund. Ich versteh echt nicht, warum du am Ende nicht mit ihm Schluss gemacht hast. Ich hätte ihm doch schon beim ersten Schlag einen Tritt in die Stelle verpasst an der der Mond nicht scheint!“ Sie zuckte mit den Schultern.

„Ich klammer eben gerne wenn ich etwas habe. Ich bin eben nicht du.“ Jetzt seufzte ihre Freundin. „Du hast es grade nötig zu klammern! Dir würden die Typen doch sogar ein verschnupftes Taschentuch aufheben in der Hoffnung, dass du sie entdeckst.“ Sie wurde rot.

„Wenn ich ein verschnupftes Taschentuch hätte würde ich es entweder in den Müll werfen oder selbst wieder aufheben.“ Ihre Freundin verdrehte die Augen hinter der Maske und wandte sich ihrem Wasser zu, das ihr eben vor die Nase gestellt wurde.

„Darf ich mich dazusetzten?“, fragte eine freundliche Stimme hinter ihr. Sie und ihre Freundin drehten sich um und sie blickte in strahlend grüne Augen die zu ihr herunterlächelten. Auch der Mund grinste und an den Seiten konnte sie gleich drei Grübchen entdecken.

„Nanu? Ein Zorro, wie einfallsreich!“, versuchte sich ihre Freundin bemerkbar zu machen, doch er ließ seine Augen nur kurz zu ihr herüberschweifen um seinen Blick dann wieder auf ihre Augen zu heften und so drehte ihre Freundin wieder zu der Bar und versuchte sich mit den Barkeeper zu unterhalten. Sie fand gar nicht, dass er wie Zorro aussah. Nein, er hatte vielleicht eine Schwarze Maske über der oberen Gesichtshälfte aber er trug einen langen weißen Mantel und hatte braungelockte Haare, die ihm bis zur Schulter reichten. Er war ganz sicher etwas tolleres als ein Zorro! Er nahm sich den Barhocker der neben ihr stand und bestellte zwei Cocktails. Sie achtete auf nichts um sie herum, das einzige, was sie tun konnte, war ihn anzuhimmeln. Als die Cocktails fertig geschüttelt waren, schob er einen lässig zu ihr hinüber.

„Ich hab schon...“, begann sie, doch in dem Moment bemerkte sie, dass ihre Freundin sich heimlich ihr Wasser ergaunert hatte und es nun beschützerisch mit der Hand umklammert hielt. Sie seufzte „Danke“ und trank einen Schluck mit dem Strohalm. Sie pickte den Schirm aus der Kirsch und spielt mit ihm in den Fingern, doch als sie bemerkte, dass er sie beobachtete zerbrach sie ihn vor Schreck.

„Hier“, sagte er und reichte ihr seinen Schirm. Sie lächelte nur zum Dank. Ihr Exfreund war doch nichts im Vergleich zu ihm! Wie hatte sie nur so lange mit ihm zusammen sein können, wo doch ein so toller Kerl hier rumlief. Als sie vor sich hinträumte und vorsichtig mit dem Schirm spielte, stupste ihre Freundin sie an um ihr mitzuteilen, dass sie tanzen ginge. Sie nickte nur und wandte sich wieder ihm zu. Irgendwie war es schön sich einfach nur mit Blicken zu unterhalten – ohne auch nur ein Wort sagen zu müssen. Als sie sich doch von ihm abwandte um nach ihrer Freundin zu sehen setzte der DJ gerade ein Lied an das seit drei Wochen die Charts hoch und runter lief. Sie stöhnte - woraufhin er lachte. Verwundert sah sie ihn an.

„Kotzt dich das Stück auch so an?“, lachte er. Sie nickte.

„Mein Ex findet es ja ganz toll und musste er zusätzlich zu den dreißig Mal am Tag im Radio noch zehn Mal von der CD spielen!“ Als sie realisiert hatte, was sie gerade gesagt hatte biss sie sich auf die Lippe. Bei ihrer Freundin wäre jetzt der Wie-oft-habe-ich-dir- gesagt-das-du-in-Gegenwart-eines-süßen-Typen-nicht-über-deinen-Ex- reden-sollst-Blick drangekommen. Sie überlegte. Eigentlich hätte ihre Freundin das gefreut, denn den hatte sie schon lange nicht mehr bringen dürfen. Aber er lächelte nur.

„Ja meine Ex hat das auch gemacht.“ Damit war die Sache gegessen und verdaut. Danach konnten sie auch mit Worten reden, obwohl sie immer wieder in schweigende Blicke verfielen. Aber komischerweise empfand sie es nicht als unangenehm. Wie gerne sie doch seine, oder wenigstens ihre Maske abgenommen hätte! Er schien den selben Gedanken gehabt zu haben.

„Wollen wir rausgehen?“, fragte er. „Da können wir auch unsere Masken abnehmen!“ Sie nickte.

„Ich sag nur noch meiner Freundin bescheid.“ Sie stand von ihrem Platz auf und ging in Richtung Tanzfläche, doch kurz davor, in etwa der Mitte des Raumes wurde sie angerempelt.

„Hier bist du also du Miststück!“, raunte ihr eine Gehässige stimme zu. Als sie aufblickte konnte sie ihren Exfreund erkennen.

„Was machst du hier?“ Doch er ignorierte sie und packte sie am Kragen.

„Was fällt dir eigentlich an?“, fragte er und wurde mit jeder Silbe lauter.

„Lass mich gefälligst los!“ Auch sie schrie fast, denn die Musik war lauter geworden. Die Leute um sie herum drehten sich verwundert zu ihr, aber reagierten nicht. Verzweifelt versuchte sie sich aus den Händen ihres Exfreundes zu befreien, doch er ließ nicht los.

„Ich sagte du sollst...“ Doch in dem Moment schlug hart eine Faust ins Gesicht. Augenblicklich löste sich der Griff und sie konnte erkennen, wer seine Faust tief in das Gesicht ihres Exfreundes gegraben hatte: Er. Ihr Exfreund fiel rücklings auf den Boden und hielt sich die Blutende Nase.

„Wag es ja nicht, sie noch einmal anzufassen, oder ich schlage nicht nur einmal zu!“ zischte er verärgert. Sie blickte erstaunt zu ihrem Retter hoch. Ihr Exfreund richtete sich wieder auf und funkelte ihn wütend an.

„Na warte!“, grollte er. „Das werdet ihr beide noch büßen. Vor allem du!“ Ihr Exfreund zeigte mit dem Finger auf sie und verschwand dann aus der Eingangstür nach draußen.

„Alles in Ordnung?“, fragte er und hielt sie an den Schultern fest. Sie nickte, doch gleichzeitig zitterten ihre Knie so stark, dass er nur lächelte und seinen Arm um ihre Taille schlang.

„Gehen wir raus.“ Wieder nickte sie nur. Wieso hatte ihr Exfreund ihr eine solche Angst eingejagt? Sprüche der Art hatte sie von ihrem Ex doch schön öfter gehört! Als sie an der frischen Luft standen holte sie tief Luft und er setzte sie auf eine Bank.

„Soll ich dich nach Hause bringen?“, fragte er aber sie schüttelte gleich den Kopf.

„Du hast schon genug für mich getan.“ Er sah sie besorgt an.

„Dann sag mir aber wenigstens deinen Namen und deine Nummer, damit ich auch nachher weiß ob du gut angekommen bist!“ Sie lächelte schwach, aber tat es. Er hielt noch ein Taxi an und bezahlte es im Voraus und sie stieg ein. Als sie im Auto saß lief das Radio und spielte gerade eines ihrer Lieblingslieder. Sie klopfte an die Scheibe.

„Können sie das lauter drehen?“, fragte sie, und der Taxifahrer nickte grinsend. Sie blickte aus dem Fenster und bemerkte erst jetzt, wie spät es eigentlich war. Die Stadt war eigentlich nicht sonderlich klein, aber trotzdem war kaum noch jemand auf den Straßen. Der Taxifahrer hielt vor einer roten Ampel. Im Rückspiegel konnte sie erkennen, dass der Taxifahrer immer noch grinste. Die Ampel schlug über gelb zu grün und das Taxi bog rechts ab. Sie stutze, dann klopfte sie gegen die Scheibe.

„Wir müssen geradeaus!“, rief sie. Der Taxifahrer zog seine Mütze tiefer ins Gesicht und verzog es zu einer Grimmasse.

„Das hier ist eine Abkürzung!“, sagte er. Sie schluckte. Der Taxifahrer machte ihr Angst. Große Angst, wenn nicht sogar noch mehr als ihr Ex. In ihrem Magen breitete sich eine zähe Masse aus und wurde immer schwerer. Sie kramte ihr Handy heraus und klappte es auf. Kein Empfang. Scheiße! Wieso hatte man immer kein Empfang wenn man ihn brauchte! Ihre Angst wuchs zu einer Art Panik. Das Taxi bog wieder nach links, fuhr geradeaus und dann wieder links. Dann hielt es vor einem dunklen Gebäude an. Der Taxifahrer drehte sich zu ihr um und grinste sie an.

„Wir sind da.“, sagte er. Sie blickte wieder aus dem Fenster und stieß erleichtert Luft aus. Das Gebäude war ihre Wohnung! Sie dankte dem Taxifahrer und stieg aus in die kalte Nachtluft. Sie fröstelte. Das Taxi fuhr mit lautem Motor davon, dann war alles still. Sie wusste nicht wieso, aber irgendwie ging das flaue Gefühl im Magen immer noch nicht weg. Die ganze Straße war dunkel, nicht einmal die Straßenlaternen gingen. Aber das taten sie schon seit einer Woche nicht mehr. Schnell ging sie auf die Tür des Wohnhauses zu und stoppte sofort wieder. Sie hatte so viele Schritte gehört. Ja fast unendlich viele! Es waren meine Schritte., sagte sie sich. Ich bilde mir nur so eine Art Verfolgungswahn ein. Und trotzdem. Das Eingangslicht warf einen dunklen Schatten an jede Wand, sodass es aussah, als stünde jemand hinter ihr, doch als sie sich umdrehte war da niemand. Sie redete sich selbst beruhigend zu. Es ist niemand da. Nur du. Aber das Gefühl im Magen blieb. Es blieb als sie die Treppe hinaufging, es blieb als ihr Flurlicht nicht funktionierte und sie durch die dunkle Wohnung ging. Es blieb als sie das Schälchen Milch auf den Küchenboden stellte und ihre Katze nicht wie üblich angerannt kam und es blieb als sie duschte und ein Krachen aus der Küche hörte. Deine Katze schmeißt doch jedes Mal den Schirmständer um. Das weißt du doch! Aber das Gefühl blieb. Vielleicht hätte sie ihn doch fragen sollen ob er mit zu ihr nach Hause kam. Als sie den Duschhahn ausdrehte und sich ihr Handtuch nahm bemerkte sie eine Fliege an dem Vorhang, die in einem Spinnennetz zappelte. Fasziniert und gleichzeitig angeekelt beobachtetet sie die Fliege, wie sie sich immer mehr in den Fäden verfing. Und dann kam die Spinne. Sie riss entsetzt die Augen auf als sie sah, wie die Spinne die immer noch zappelnde Fliege in die Fäden wickelte und einen Kokon aus Fäden schuf. Schnell trocknete sie sich ab und lief ins Schlafzimmer. Als sie im Schlafanzug im Bett lag atmete sie tief durch. Irgendwie hatte sich das Gefühl im Magen nur verstärkt. Sie knipste das Nachtischlicht an und rief ihre Katze. Komisch, jetzt war das Gefühl fast verschwunden. Sie blickte lächelnd zur Tür und rief noch einmal ihre Katze. Im Zimmer Miaute es. Sie blickte sich um und sah im Schatten einen Mann stehen. Auf dem Arm ihre schnurrende Katze. Sie schrie.

„Warum schreist du?“, fragte der Mann.

„Warum lässt du mich nicht endlich in Ruhe!“, schrie sie den Mann an.

„Endlich? Was soll das denn heißen?“, fragte der Mann lachend.

„Ach, ich weiß doch wer du bist!“ Wie konnte der Mann eigentlich denken, dass sie nicht wusste, dass er ihr Ex war! Er hatte es ihr doch schon auf der Party angedroht. Der Mann sah sie an, dann lachte er.

„Ich bin nicht dein Ex. Ich bin dein Niemand!“ Sie sah ihn verdutzt an.

„Mein Niemand?“, fragte sie. Er nickte und trat aus dem Schatten.

„Du hast vorhin die ganze Zeit gesagt da ist niemand, da ist Niemand!“, er lachte wieder. Seine grünen Augen leuchteten sogar im dunkeln und sein Lächeln war so schön.

„Ich wollte nur wissen ob es dir gut geht.“ sagte er. Sie zuckte mit den Schultern.

„Wie du siehst ganz gut. Wenn ich jetzt bitte schlafen dürfte!“ Er lächelte wieder.

„Aber gerne!“, sagte er und setzte ihre Katze auf den Boden. Dann näherte er sich ihr und setzte sich auf ihren Bettrand. Ohne ein einziges Wort zu sagen. Ein stilles Gespräch zwischen zwei Augenpaaren. Er strich ihr mit seiner Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Seine Hand war ganz kalt, was wohl an seinem Handschuh lag. Sein Gesicht kam immer näher dem Ihrem. Wie schön seine Augen doch waren. Wie sehr man sich doch in ihnen verfangen konnte. Wie in einem Spinnennetz...In dem Moment spürte sie einen enormen Schmerz in ihrer Brust, aber sie konnte nicht hinunterblicken. Sie war gefangen in seinen Augen. Seinen grünen Augen. Langsam spürte sie etwas feuchtes an ihrer Haut herunterrinnen. Das Gefühl in ihrem Magen war jedenfalls verschwunden. Aber das lag wahrscheinlich an dem Schmerz den sie jetzt fühlte. Nicht dem in ihrer Brust. Doch. In ihrer Brust schon. Aber mehr in der Brust. Dem Schmerzen im Herzen.

„Warum?“, fragte sie. Seine grünen Augen strahlten, doch sie hatten jede Schönheit verloren. Jetzt war es nur noch Wahn in ihnen.

„Ich habe doch gesagt, dass ich es nicht zulassen werde, dass dir dein Ex noch einmal weh tut.“ Dann stand er auf und ging aus dem Zimmer. Sie hörte im Flur die Tür zu gehen und dann klingelte ihre Handy. Auf dem Display erschien der Name ihres Exfreundes.

Edit: Auf Anweisung der Autorin durfte ich nicht verraten, dass Challenge #3 Meuchelmord auch vorkommt. Also, es kommt vor.

14.12.07 22:30
 


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